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Agapanthus-Pflegetipps

Jedes Aufblühen einer neuen Blüte macht glücklich

Schmucklilien sind ausgesprochen pflegeleichte Schönheiten. Hier die wichtigsten Informationen und Hinweise zur Pflege.

Gießen: Agapanthuspflanzen sollten ab April regelmäßig gegossen werden. Dank Ihrer fleischigen Wurzeln überstehen sie aber auch mehrwöchige Trockenheit. Im Zeitraum November-März ist bei allen Agapanthus keine Bewässerung nötig.
Sehr wichtig ist eine gute Entwässerung. Die Pflanzgefäße (und gegebenenfalls auch der Übertopf!) müssen unbedingt Löcher zum Wasserabzug haben. So robust die Schmucklilie sonst auch ist, eines verträgt sie überhaupt nicht: stehendes Wasser im Wurzelbereich, auch nicht für kurze Zeit.

Düngen: In der Zeit von April bis Anfang August ist die Schmucklilie für gute Düngung dankbar. Diese kann sowohl als Blattdünger wie auch über den Boden verabreicht werden. Normale Volldünger sind ausreichend, Spezialdünger nicht erforderlich.

Umtopfen oder Teilen: Dies sollte möglichst selten erfolgen. Je länger die Pflanze ungestört wachsen kann, desto üppiger blüht sie in der Regel. Erst wenn die Pflanze aus dem Topf wächst oder erkennbar zu dicht steht, ist ein größeres Pflanzgefäß nötig. Umtopfen und Teilen muss im Frühling erfolgen.

Pflanzerde: Hier eignet sich normale Blumenerde, verbessert mit Dauerdünger sowie Sand- und Lehmanteilen. Im unteren Topfbereich verbessert etwas feiner Kies, Blähton oder Lavasplitt den Wasserabzug.

Pflanzgefäß: Bei der Wahl des Pflanzgefäßes muss berücksichtigt werden, dass die Wurzeln beachtlichen Druck ausüben. Wertvolle Keramiktöpfe sollten daher nicht verwendet werden. Spätestens beim Umpflanzen lässt sich die Pflanze oft nicht mehr ohne Zerstörung des Topfes entnehmen. Optimal sind Holzkübel mit Stahlringen. Lebensnotwendig sind Entwässerungslöcher im Gefäßboden.

Pflanzenschutz: Normalerweise nicht erforderlich. Schädlinge und Krankheiten treten sehr selten auf. Schnecken, Raupen und Wildkaninchen verschmähen Agapanthus.

Überwinterung: Hier ist zu unterscheiden zwischen immergrünen und einziehenden Agapanthus-Sorten sowie der geschützten Kübelüberwinterung und der Überwinterung ausgepflanzter Agapanthus.

Immergrüne Agapanthus im Kübel behalten auch im Winter ihre grünen Blätter. Sie müssen zwingend trocken, hell und kühl, aber frostfrei überwintert werden, beginnend mit dem ersten Frost. Optimal ist eine Überwinterungstemperatur zwischen 0° C und 7° C. Höhere Temperaturen beeinträchtigen die Blütenbildung im Folgejahr aus, stärkerer Frost ist für alle immergrünen Agapanthus tödlich. Eine Freilandüberwinterung dieser Pflanzen scheidet damit aus.

Blatt-einziehende Agapanthus im Kübel verlieren über Winter ihr Laub und können daher auch im Dunkeln überwintert werden. Erst mit Beginn des Austriebs benötigt die Pflanze Licht. Außerdem vertragen sie auch etwas Frost. Wichtig ist dabei vor allem, dass die Wurzelerde sehr trocken ist. Einziehende Agapanthus können unter solchen Bedingungen bis zu - 15° C überleben. Bei nassem Boden muss auch bei diesen Arten bereits bei wenigen Frostgraden mit Schäden gerechnet werden.
Blatt-einziehende Agapanthus im Freien ausgepflanzt können in Mitteleuropa mit guter Winterabdeckung (Mulch und Nässeschutz) sowie an Standorten mit bestem Wasserabzug durchaus etliche Jahre überleben. Sicherer ist aber stets die frostfreie Überwinterung.

Nach unseren Erfahrungen ist unter mitteleuropäischen Klimabedingungen vom Auspflanzen der Agapanthus eher abzuraten; die Pflanzen entwickeln sich oft nicht zufriedenstellend und das Verlustrisiko ist hoch. Dennoch gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass sich ein Versuch beim Zusammentreffen geeigneter kleinklimatischer Bedingungen (z.B. geschützter Hausgartenbereich) mit durchlässigem Boden mitunter doch lohnen kann. Aber: Garantiert winterharte Agapanthus gibt es entgegen mancher Werbung für deutsche Klimaverhältnisse nicht!

Für alle Agapanthus gilt am Ende der Überwinterungszeit: Um einen stabilen Blattaufbau und kräftige Blütenstiele zu erhalten, sollten die Schmucklilien nach der Überwinterung so früh wie möglich aus dem Winterquartier ins Freie gebracht werden. Sobald keine stärkeren Fröste mehr zu erwarten sind, kann dies bereits ab Anfang April erfolgen. Am besten bei bewölktem Wetter, um die Pflanze nicht sofort der prallen Sonne auszusetzen und so Sonnenbrand auf den Blättern zu vermeiden. In jedem Fall sollte aber sichergestellt werden, dass die Pflanze bei unerwarteten Spätfrösten kurzzeitig noch einmal ins Haus geholt oder mit einem Wärmeschutzvlies abgedeckt werden kann.

Standort: Fast alle Agapanthus freuen sich besonders über einen Standort, der zumindest stundenweise in vollem Sonnenschein liegt. Aber auch halbschattige Lagen werden akzeptiert. An ganztägig stark verschatteten Standorten gedeiht Agapanthus zwar auch, kann aber nicht seine volle Schönheit ausbilden, weil die Blütenstiele dann schräg zum Licht hin wachsen und die blauen Farbtöne der Blüten auch verblassen.

Agapanthus im Garten: Schmucklilien wildern in unserem Klima (bisher) nicht aus. Sie brauchen also nicht zu befürchten, jedes Jahr Unmengen von kleinen Agapanthussämlingen in ihrem Garten jäten zu müssen.

Wie alt kann eine Agapanthuspflanze werden? Hier gibt es keine Begrenzung. Dank der nie endenden Teilungsfähigkeit können Schmucklilien bei Bedarf stets verjüngt werden.

Agapanthusblüten als Vasenschmuck: Die Blütenstiele werden geschnitten, wenn die ersten 3 - 4 Einzelblüten geöffnet sind. Dann blühen auch die übrigen Einzelblüten noch auf und die Blüte hält bei gelegentlichem Wasserwechsel bis zu zwei Wochen, auch ohne Frischhaltemittel. Blüten von immergrünen Agapanthus halten länger als solche von einziehenden Sorten. Abgeblühte Einzelblüten können abgezupft werden, dann wirkt die Gesamtblüte stets wie neu. Die Stielbasis sollte ab und zu neu angeschnitten werden. Optimal ist ein sonniger oder halbschattiger Platz.

Weiterführende ausführliche Informationen über Agapanthus - auch zur Pflege - finden Sie in unserer umfassenden Agapanthus-Broschüre hier.

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